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Voraussetzungen und Aufnahmeverfahren

Den Weg gemeinsam prüfen

Die Entscheidung, Priester werden zu wollen, entsteht meist nicht von einem Tag auf den anderen. Deshalb beginnt der Weg ins Priesterseminar nicht mit einem fertigen Entschluss, sondern mit Gesprächen und einer gemeinsamen Prüfung der eigenen Berufung.

Wenn du überlegst, Priester zu werden, kannst du dich zunächst zu einem unverbindlichen Gespräch mit dem Regens melden. Dabei geht es darum, dich kennenzulernen, deine Fragen zu hören und gemeinsam zu schauen, welcher nächste Schritt für dich sinnvoll ist.

Wenn du dich anschließend für eine Bewerbung entscheidest, beginnt das Aufnahmeverfahren.

Persönliche Voraussetzungen

Für die Aufnahme in die Priesterausbildung werden neben den kirchenrechtlichen Voraussetzungen auch die persönlichen Voraussetzungen für den priesterlichen Dienst betrachtet.

Dazu gehören insbesondere:

  • eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus und ein lebendiger, in der Kirche verwurzelter Glaube
  • die Bereitschaft, den eigenen Glauben weiterzuentwickeln und sich auf einen geistlichen Weg einzulassen
  • menschliche, geistliche, sittliche und intellektuelle Reife
  • körperliche und psychische Eignung für den priesterlichen Dienst
  • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
  • die Fähigkeit und Bereitschaft, in Gemeinschaft zu leben und zu lernen
  • die Bereitschaft, sich mit der zölibatären Lebensform auseinanderzusetzen und sie als Teil des priesterlichen Lebens anzunehmen

Auch die persönliche Lebensgeschichte, bisherige Erfahrungen, Beziehungen, Ausbildung und berufliche Wege werden in die gemeinsame Prüfung einbezogen.

Das Aufnahmeverfahren

Das Bewerbungsverfahren beginnt mit einem Bewerbungsgespräch mit dem Regens und einem Formationspräfekten. Anschließend findet ein Aufnahmevorgespräch mit dem Regens und der Studienleitung statt.

Im weiteren Verfahren werden die persönlichen Voraussetzungen für die Priesterausbildung umfassend in den Blick genommen. Dazu können auch medizinische und psychologische Untersuchungen gehören.

Die Gespräche und Untersuchungen dienen nicht dazu, einen Menschen auf einzelne Eigenschaften zu reduzieren. Sie sollen vielmehr helfen, die eigenen Stärken und Grenzen realistisch wahrzunehmen und gemeinsam zu prüfen, ob der Weg zum Priestertum und die Ausbildung im Priesterseminar für den jeweiligen Bewerber geeignet sind.

Die Aufnahme in das Priesterseminar erfolgt durch den Bischof. Nach erfolgreicher Aufnahme erhält der Bewerber den Status eines Priesterkandidaten der Diözese Mainz.

Der Beginn der Ausbildung

Mit dem Propädeutikum beginnt der erste Abschnitt der Priesterausbildung. Es dient dazu, sich auf das Studium der Theologie und den weiteren Ausbildungsweg vorzubereiten und die eigene Berufung weiter zu vertiefen.

Das Propädeutikum beginnt in der Regel Anfang Oktober. Da das Aufnahmeverfahren einige Zeit in Anspruch nimmt, empfehlen wir, möglichst frühzeitig Kontakt mit dem Regens aufzunehmen – spätestens bis Mitte Juni.

So bleibt ausreichend Zeit für die notwendigen Gespräche und weiteren Schritte.

Was du mitbringen solltest

Du musst deinen Weg noch nicht vollständig kennen und auch nicht auf alle Fragen bereits eine Antwort haben. Wichtig ist die Bereitschaft, dich auf einen Weg der persönlichen und geistlichen Entwicklung einzulassen und deine Berufung gemeinsam mit anderen zu prüfen.

Wenn du wissen möchtest, ob der Weg ins Priesterseminar für dich in Frage kommt, ist ein erstes Gespräch der beste Anfang.

Du hast Fragen oder möchtest dich bewerben?

Dann melde dich gerne beim Regens.