Internationale Bewerber

Priester werden im Bistum Mainz

Das Bistum Mainz ist Teil einer weltweiten Kirche. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und kulturellen Zusammenhängen bereichern unsere kirchliche Gemeinschaft. Deshalb gibt es auch für Männer aus anderen Ländern die Möglichkeit, ihre Berufung zum Priestertum im Bistum Mainz zu prüfen und eine Ausbildung zu beginnen oder als Priester der Weltkirche im Bistum Mainz tätig zu sein.

Priesterkandidaten aus dem Ausland nimmt das Bistum Mainz aus den Diözesen Enugu (Nigeria) und Abomey (Benin) auf, mit denen besondere Kooperationen bestehen. Darüber hinaus können sich auch Priester aus anderen Diözesen bewerben (mit Lebenslauf und Motivationsschreiben). Die jeweiligen Möglichkeiten und Voraussetzungen werden individuell geklärt. Bei Priestern aus anderen Riten wird vorausgesetzt, dass die erforderliche Erlaubnis des Apostolischen Stuhls für die Ausübung des priesterlichen Dienstes im Lateinischen Ritus vorliegt.

Deutsch lernen und ankommen

Das Studium der katholischen Theologie und die Priesterausbildung finden in deutscher Sprache statt. Für die Immatrikulation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie für die Aufnahme als Priesterkandidat der Diözese Mainz sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau DSH-2 erforderlich.

Wer dieses Niveau noch nicht erreicht hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen zunächst ein Vorbereitungsjahr absolvieren. Dafür müssen zertifizierte Deutschkenntnisse auf B2-Niveau nachgewiesen werden, beispielsweise durch ein Zertifikat des Goethe-Instituts oder von telc. Dabei gelten folgende Mindestanforderungen:

  • mindestens 70 % im Bereich Schreiben
  • mindestens 80 % in den Bereichen Lesen, Hören und Sprechen

Das Vorbereitungsjahr dient insbesondere dem weiteren Spracherwerb und der Vorbereitung auf Studium und Leben in Deutschland. In der Regel ist für die Anfangszeit eine Unterbringung im Priesterseminar vorgesehen. Zugleich bietet die Zeit die Möglichkeit, das Bistum Mainz, das Priesterseminar und die Kirche in Deutschland kennenzulernen.

Gemeinsam den Weg klären

Im Aufnahmeverfahren werden die persönliche und kirchliche Entwicklung, bisherige Ausbildungswege und die Motivation für einen Weg im Bistum Mainz in den Blick genommen. Bei Priestern gehört dazu auch die Frage, wie ein möglicher priesterlicher Dienst im Bistum Mainz gestaltet werden kann.

Bei Bewerbern aus einem Heimatbistum oder einer Ordensgemeinschaft wird der weitere Weg mit den dort Verantwortlichen abgestimmt. Auch die Anerkennung bisheriger Bildungsabschlüsse und die notwendigen Voraussetzungen für Studium und Aufenthalt in Deutschland werden geklärt.

Frühzeitig Kontakt aufnehmen

Wer aus einem anderen Land kommt und überlegt, im Bistum Mainz die Priesterausbildung zu beginnen oder als Priester zu arbeiten, sollte möglichst frühzeitig Kontakt mit dem Regens aufnehmen.

Ein erstes Gespräch kann auch digital stattfinden und ist unverbindlich. Es bietet die Möglichkeit, einander kennenzulernen und gemeinsam zu klären, ob und wie ein Weg im Bistum Mainz möglich ist.